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06.02.2012
Welternährungstag am 16.10. - Die Hungerkatastrophe in Ostafrika stoppenGemeinsamer Aufruf vom DRK, Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland Die im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zusammengeschlossenen großen deutschen Hilfswerke machen anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober auf die dramatische Zuspitzung der Lage der Hungernden in Ostafrika aufmerksam. Trotz massiver internationaler Hilfe drohen allein in den Hungergebieten Somalias in den kommenden Monaten schätzungsweise 750.000 Menschen an Krankheiten und Schwäche zu sterben. Seit Juli hat sich damit dort die Zahl der akut Gefährdeten fast verdoppelt. Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF rufen zu einer nachhaltigen und abgestimmten internationalen Kraftanstrengung auf, um die Katastrophe zu stoppen. Die Nothilfe muss bis weit in das kommende Jahr fortgesetzt werden. Humanitäre Hilfe für die Hungernden ist ein Gebot der Menschlichkeit und darf nicht durch Gewalt und Bedrohungen verhindert werden. Der Zugang zu den Hungernden und die Sicherheit der Helfer muss sichergestellt werden. Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft gleichzeitig dazu auf, die Widerstandskraft der Bevölkerung in den Dürregebieten zu stärken. Durch Partnerschaften mit Gemeinden und lokalen Nichtregierungsorganisationen müssen die Menschen in die Lage versetzt werden, sich langfristig wieder selbst zu versorgen. „Viele Bundesbürger haben in den vergangenen Wochen die Nothilfe in Ostafrika unterstützt und damit geholfen, Leben zu retten“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Wir verteilen dank dieser Spenden Lebensmittel für über eine Million Menschen im Süden Somalias. Doch das Ausmaß der Krise ist so groß, dass die Hilfe weitergehen muss, um die Tragödie endlich zu stoppen.“ Neben Lebensmittelverteilungen und medizinischer Hilfe in Süd- und Zentralsomalia ist das Rote Kreuz auch in Kenia und Äthiopien aktiv. „Über 300.000 Kinder in Ostafrika sind so schwer mangelernährt, dass ihr Leben in unmittelbarer Gefahr ist“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Wir können und müssen sie retten“. UNICEF versorgt in Somalia mit eigenen Mitarbeitern und Partnern 380.000 Menschen mit Zusatznahrung. Über 200.000 Menschen erhalten in Zeltküchen Mahlzeiten. 33.000 schwer mangelernährte Kinder werden in therapeutischen Ernährungszentren betreut. „Zur Überwindung der Hungersnot ist mehr humanitäre Nothilfe dringend, aber auch mehr als Nothilfe erforderlich!“, sagte die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. „Die Hilfe muss auch eine Brücke schlagen zu langfristiger Unterstützung für die Selbstversorgung der ärmsten Menschen in den Dürregebieten. Das braucht langen Atem der ausländischen Geber und Spender. Paradoxerweise werden wir aber nur so dauerhafte Abhängigkeit vermeiden“. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt mit lokalen Partnern und im Rahmen des globalen kirchlichen Hilfsnetzwerks ACT Alliance Dürreopfer vor allem in Somalia sowie in den Nachbarländern Kenia und Äthiopien nachhaltig. „Die Hilfe in Ostafrika muss Leben retten, aber auch in die Zukunft weisen und die Menschen dauerhaft vor Hungersnöten wappnen“, sagte Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. „Ohne unsere langjährige Arbeit in der Katastrophenprävention wären die Folgen der Dürre noch weitaus schlimmer ausgefallen. Neben der Nothilfe ist es daher dringend notwendig, schon jetzt in die Vorsorge und Hilfe zur Selbsthilfe zu investieren.“ Mit unterirdischen Wasserspeichern, Brunnen und Rückhaltebecken hat Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, gemeinsam mit lokalen Partnern über Jahre ein nachhaltiges Wassermanagement errichtet, das in der aktuellen Krise ausgesprochen positive Wirkung zeigt und weiter ausgebaut wird. Die Bundesbürger haben für die Nothilfe der Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe in Ostafrika bislang insgesamt rund 44 Mio. Euro gespendet. Die Organisationen im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe rufen weiter zu Spenden auf: Deutsches Rotes Kreuz Spendenkonto 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Stichwort: Ostafrika www.drk.de
Deutscher Caritasverband / Caritas international Spendenkonto 202 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 660 205 00 Stichwort „Hungersnot Ostafrika“ www.caritas-international.de
Diakonie Katastrophenhilfe Spendenkonto 502 707 Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 Stichwort: Somalia www.diakonie-katastrophenhilfe.de
UNICEF Deutschland Spendenkonto 300.000 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Stichwort: Ostafrika www.unicef.de
30.08.2011: Tag der Vermissten / Rotes Kreuz hilft bei der Suche nach vermissten AngehörigenWeltweit verschwinden jährlich Tausende von Menschen spurlos in bewaffneten Konflikten. Für die Angehörigen ist es oft der Beginn einer lebenslangen Suche nach Gewissheit. In Deutschland sind immer noch 1,3 Millionen Schicksale aus dem Zweiten Weltkrieg ungeklärt. Und täglich kommen - durch bewaffnete Konflikte, Flucht, Vertreibung oder Inhaftierung - neue Vermisstenschicksale hinzu. Der DRK-Suchdienst erhält über 20.000 Anfragen jährlich - und konnte im Jahr 2010 mehr als 80 Prozent davon aufklären. Der 30. August ist als Internationaler Tag der Vermissten allen Familien gewidmet, die keine Information über das Schicksal ihrer Angehörigen haben. Die Sorge und Ungewissheit sind für die Familien und Freunde oft nur schwer zu ertragen. Das Rote Kreuz sieht es als eine seiner Hauptaufgaben an, diesen Menschen zu helfen. In über 500 DRK-Kreisverbänden in Deutschland ist es möglich, eine Anfrage nach einer vermissten Person zu starten. Der Suchdienst des DRK ermittelt den Verbleib der gesuchten Person über ein weltweites Netzwerk bestehend aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und den Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in 186 Ländern. Die Suchanfragen beim DRK gelten überwiegend Menschen, die aus einem Staat stammen, der sich in einem Konfliktzustand befindet. Zurzeit werden besonders viele Menschen aus Afghanistan, Irak und Somalia gesucht. Ergibt die Suche, dass sich Vermisste im Gefängnis befinden, so haben die Angehörigen die Möglichkeit, Kontakt mit Hilfe einer Rotkreuznachricht aufzunehmen. Die Gefangenbesuche des IKRK tragen weltweit dazu bei, dass Menschen nicht einfach spurlos verschwinden. Im Jahr 2010 erhielt das IKRK über 30.000 Rotkreuznachrichten für Gefangene. Wer einen Angehörigen sucht, wendet sich an seinen lokalen DRK-Kreisverband. Adress-Suche unter www.drk.de oder im Telefonbuch. Es ist auch möglich, eine Anfrage online zu starten: www.drk-suchdienst.de. 25.08.2011: DRK-Hausnotruf ist Testsieger bei Stiftung WarentestÜber 150.000 Kunden wissen es schon: Der DRK-Hausnotruf ist einfach gut. Jetzt ist es amtlich: Beim aktuellen Test der Stiftung Warentest schnitt der DRK-Hausnotruf unter zwölf Anbietern als Testsieger ab. DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil sagt: "Dass wir als föderaler Wohlfahrtsverband private Anbieter um Längen schlagen, macht uns natürlich stolz. Das Test-Ergebnis bestärkt uns in der Strategie, viel Wert auf die persönliche Beratung und Betreuung unserer Kunden vor Ort zu legen." Der DRK-Hausnotruf setzte sich beim Test mit der Note 2,3 an die Spitze. Das DRK überzeugte mit dem Kundenservice aber auch mit der Beratung im Vorfeld und der Einrichtung des Hausnotrufs. Weitere Anbieter im Test waren drei Hilfsorganisationen sowie acht private Unternehmen. Wer öfter allein zu Hause ist, gesundheitliche Einschränkungen hat, sturzgefährdet ist oder generell ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat - für den kann ein Hausnotrufsystem interessant sein. Und so funktioniert das System: Der Nutzer trägt einen Alarmknopf um den Hals oder am Handgelenk. Drückt er ihn in einer Notlage, wird automatisch die Zentrale alarmiert. Per Freisprechanlage kann der Teilnehmer von jeder Stelle der Wohnung aus mit der Hausnotrufzentrale sprechen. In der Zentrale erscheint die Adresse des Kunden auf dem Bildschirm und, wenn gewünscht, weitere Daten, wie Krankheiten, Medikamente, Hausarzt. Nach einem festgelegten Plan verständigt die Zentrale Verwandte, Nachbarn oder Freunde. Bei Notfällen ruft sie sofort den Rettungsdienst. Die Hausnotrufzentrale bleibt mit dem Kunden in Kontakt, bis Hilfe eingetroffen ist. Weitere Informationen zum DRK-Hausnotruf gibt es unter www.drk-hausnotruf.net. Der Hausnotruf-Test ist schon jetzt im Internet erhältlich unter www.test.de/hausnotrufdienste. Das Test-Heft ist ab morgen im Handel. 25.08.2011: Ostafrika: Rotes Kreuz erreicht eine Million HungerndeDas Rote Kreuz hat mit der Verteilung von Lebensmittelpaketen für mehr als eine Millionen Menschen begonnen, die damit bis Januar überleben können. Die Pakete enthalten unter anderem Getreide, Bohnen, Öl und Zusatznahrung, die insbesondere für Kinder geeignet ist. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und der Somalische Rote Halbmond sind die einzigen Organisationen, die in Süd- und Zentral-Somalia, vor allem in den von Milizen besetzten Gebieten arbeiten können. Auch das Programm zur Not-Ernährung wird in Somalia weiter ausgebaut. Die Anzahl der Not-Ernährungsstationen wird von 18 auf 40 erhöht. Rund 50.000 unterernährte Kinder und 25.000 Schwangere werden von diesen Einrichtungen profitieren. Auch die Zahl der mobilen Teams, die geschwächte Flüchtlinge mit Nahrung versorgen, wird von drei auf 13 erhöht. "Die regelmäßigen Regenfälle sind ausgeblieben und wir wissen nicht, ob die kommende Regenzeit einsetzt. Deshalb müssen wir jetzt handeln, damit keine weit schlimmere Katastrophe eintritt", sagt Martin Hahn, Leiter der Auslandsabteilung des Deutschen Roten Kreuzes. In Kenia führt das Kenianische Rote Kreuz Schulspeisungen durch und versorgt die Bevölkerung mit Wasser. Rund 200.000 Kinder im Norden Kenias erhalten täglich ein warmes Essen. Die Schulspeisungen sorgen auch dafür, dass die Familien in der Region bleiben und nicht fliehen müssen. Das DRK bittet weiter um Spenden für die Hungernden in Ostafrika: Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Ostafrika Online-Spende: www.drk.de/spenden SMS mit DRK an die 81190 senden und mit 5 Euro helfen. 22.08.2011: Fachkräftemangel: DRK fordert Aufwertung der PflegeberufeAngesichts des Personalmangels in den Pflegeberufen und der weiter deutlich steigenden Zahl von Pflegebedürftigen fordern das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften vom DRK eine Aufwertung der Pflegeberufe. Es muss für junge Menschen deutlich attraktiver werden, den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkranken- und Altenpflege zu ergreifen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von 2,2 Millionen auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und 4,5 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Um den gesamten Bedarf an Pflegekräften zu decken, müssen bis zu diesem Zeitpunkt circa 800.000 Pflegekräfte zusätzlich eingestellt werden. Dazu erklären DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und Generaloberin Sabine Schipplick, Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V.: "Notwendig ist eine umfassende Reform der Pflegebildung, im Sinne einer generalistischen Ausbildung, damit wir über professionelle Pflegekräfte verfügen, die präventive, kurative, rehabilitative, palliative und sozialpflegerische Aufgaben qualifiziert und eigenverantwortlich übernehmen können - nicht nur im Rahmen der Delegation, sondern durch Definition erweiterter Aufgaben. Nur so können Aufgaben und Kompetenzen des Pflegeberufs klar definiert und eine patienten- und bewohnerorientierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gesundheitsberufe ermöglicht werden." Seiters und Schipplick weiter: "Pflegekräfte, die Deutschland verlassen, nennen als Motivation neben der Lohnfrage auch die höhere Anerkennung der eigenen Berufsgruppe im Ausland wie auch den Umstand, dass ihnen im Ausland ein größerer Verantwortungsbereich und mehr Entscheidungs- und Handlungsspielräume eingeräumt werden." Ein gezieltes Anwerben von Pflegekräften aus Ländern, die selbst Mangel an Pflegepersonal haben, lehnt das Deutsche Rote Kreuz unter humanitären Gesichtspunkten ab. 19.08.2011: DRK-Botschafterin Jeanette Biedermann erhält BundesverdienstkreuzGroße Ehre für Rotkreuz-Botschafterin Jeanette Biedermann: Bundespräsident Christian Wulff zeichnet die Schauspielerin und Sängerin für ihr Engagement beim Deutschen Roten Kreuz mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Seit 2000 setzt sich Jeanette Biedermann zunächst für das Jugendrotkreuz ein und wurde 2003 zur DRK-Botschafterin ernannt. Seither kümmert sie sich besonders um soziale Projekte, die nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehen. Schwerpunkte sind dabei die Hilfen für Straßenkinder in Südamerika und die Blutspende. So konnte sie im September 2004 dabei sein, als ein von ihr unterstütztes Zentrum für Straßenkinder "Las Luces" in Lima (Peru) eingeweiht wurde. Dieses Zentrum unterstützt sie bis heute. Jeanette Biedermann: "Ich nehme diese Auszeichnung auch stellvertretend für alle jungen Menschen entgegen, die sich beim Roten Kreuz engagieren. Für mich ist das ein großer Ansporn, weiter mit dem DRK an Hilfsprojekten zu arbeiten." DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters sagt: "Jeanette Biedermann gelingt es, vor allem junge Menschen als Unterstützer für das Rote Kreuz anzusprechen. Sie kann andere motivieren, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für den Nächsten zu übernehmen. Dafür danken wir ihr. Aber auch unseren anderen prominenten Botschaftern gebührt Dank und Ehre: Jan Hofer, Maybritt Illner, Jette Joop, Carmen Nebel und Christine Neubauer - sie alle schenken uns wertvolle Zeit und unterstützen uns mit Spendenaktionen, damit wir weltweit helfen können." Jeanette Biedermann erhält das Bundesverdienstkreuz im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, 26. August 2011 aus den Händen von Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue. Er zeichnet bei dieser Ordensveranstaltung erstmals ausschließlich junge Menschen im Alter zwischen 26 und 31 Jahren aus. 04.08.2011: Gesundheitsministerkonferenz - Rettungsdienst ist mehr als TransportDie Hilfsorganisationen begrüßen den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vom 30. Juni 2011, den Rettungsdienst als eigenständige Leistung im SGB V anzuerkennen. DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil sagt: „Dieser Beschluss muss nun umgehend umgesetzt werden. Die präklinische notfallmedizinische Versorgung durch den Rettungsdienst ist längst im ganzen Land etabliert und muss von der Bundespolitik im Sozialgesetz endlich nachvollzogen werden.“ Bisher wird der Rettungsdienst als „Rettungsfahrt“ im Sozialgesetzbuch V geführt. Dadurch können nur Transportleistungen ins Krankenhaus mit den Kostenträgern abgerechnet werden. Die gelebte Praxis im Rettungsdienst ist aber eine andere: So können viele Notfälle von Notärzten und Rettungsassistenten schon vor Ort beim Patienten qualifiziert behandelt werden. Nur durch die unsachgemäße Einordnung des Rettungsdienstes entsteht ein unerwünschter wirtschaftlicher Anreiz, Patienten zur weiterführenden Behandlung zu transportieren, auch wenn es medizinisch nicht notwendig ist. Mit der Anerkennung als eigenes Leistungssegment im Sozialgesetzbuch V wäre ein wichtiger Schritt getan, um den notarztgestützten Rettungsdienst von der „Jedermann-Dienstleistung Rettungsfahrt“ abzuheben. Die Hilfsorganisationen stehen gemeinsam zum fachlichen Dialog bereit und unterstützen die Forderung der Gesundheitsminister der Länder nach einer zügigen Änderung der Regelungen im SGB V. 02.08.2011: Pakistan ein Jahr nach der Flut: DRK hilft weiter dank großer SpendenbereitschaftVor einem Jahr ereignete sich in Pakistan eine Überschwemmungskatastrophe, die insgesamt 18 Millionen Menschen betraf. Über elf Millionen Menschen wurden obdachlos. Privatpersonen und Unternehmen in Deutschland spendeten 23 Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz für die Fluthilfe. Ein Jahr danach kommen die Spenden immer noch zum Einsatz. Im August und September 2010 brachte das DRK mit mehreren Hilfsflügen Material und Personal nach Pakistan. Zum Beispiel eine mobile Trinkwasseranlage, die täglich bis zu mehr als 80.000 Menschen mit frischem Wasser versorgte. Heute ist diese Anlage dem Pakistanischen Roten Halbmond übergeben worden, damit er als lokale Hilfsorganisation für künftige Katastrophen besser vorbereitet ist. Die Spenden fließen auch in Gesundheitsprojekte, zum Beispiel die komplette Einrichtung von zwei Gesundheitsstationen im Distrikt Thatta, im Süden des Landes. Allein durch diese beiden Stationen erhalten 30.000 Menschen Zugang zu einer grundlegenden medizinischen Betreuung. Das DRK mobilisiert auch die Bevölkerung in Pakistan für die Katastrophenvorsorge. Zusammen mit den Menschen auf dem Land werden Risiken analysiert und die Menschen auf zukünftige Katastrophen vorbereitet. So stehen für zukünftige Katastrophen auch lokale Helfer bereit, dank der Spenden aus Deutschland. Zur Spendenbereitschaft für Pakistan vor einem Jahr sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters: „Ich bin besonders dankbar, dass für viele Spender der Grundsatz galt: Hilfe nach dem Maß der Not. Nicht nach religiösen oder politischen Ansichten. Auch wenn Pakistan oft mit Bombenattentaten und Atomwaffen in den Schlagzeilen steht. Die Humanität hat gesiegt.“ Die DRK-Pakistan-Hilfe in Zahlen: 150.000 Menschen erhielten Hilfsgüter wie Hygieneartikel, Haushaltsgegenstände, Decken, Planen und Werkzeuge 250.000 Menschen erhalten Zugang zu sauberem Trinkwasser 120.000 Menschen bekamen Lebensmittel 100.000 Menschen erhalten Zugang zu grundlegender Gesundheitsvorsorge durch den Bau neuer Gesundheitsstationen 66.000 Menschen wurden in mobilen DRK-Gesundheitsstationen behandelt 3.500 Familien erhielten Baumaterial für winterfeste Unterkünfte 800 Familien werden beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt Die Spenden für Pakistan werden vom DRK bis in das Jahr 2014 eingesetzt. 30.07.2011: Somalia: Immer mehr Patienten in Not-Ernährungs-StationenDas Rote Kreuz verteilt in Somalia zur Zeit 400 Tonnen Lebensmittel an etwa 24.000 Menschen. Zudem versorgt es 5.500 Kinder in Not-Ernährungs-Stationen. Das DRK bittet weiterhin dringend um Spenden, um die Hilfe unbürokratisch und neutral zu den Menschen bringen zu können. Die Lebensmittelverteilung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der DRK-Schwestergesellschaft, dem Somalischen Roten Halbmond, in der Gedo-Provinz im Süden Somalias. Weitere Lebensmittelverteilungen stehen bevor. Die Hilfsgüter werden in der Regel per Schiff nach Mogadischu oder per LKW aus Kenia in den Süden des Landes gebracht. Außerdem hat das Rote Kreuz ein umfangreiches Programm für Not-Ernährung in Somalia. In 18 Not-Ernährungs-Stationen werden momentan 5.500 Kinder behandelt. Dies sind fast doppelt so viele, wie vor vier Monaten. Zur Zeit wird nach lokalen Krankenschwestern oder Pflegern gesucht, um diese Arbeit auszuweiten. Das Rote Kreuz will zehn weitere Not-Ernährungs-Stationen errichten. „Wenn wir in einem Konfliktgebiet wie Somalia arbeiten, ist die Neutralität des Roten Kreuzes besonderes wichtig“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „In Somalia haben wir viele lokale Mitarbeiter, die auch in den jeweiligen Gebieten akzeptiert werden. Jede Lieferung wird mit allen betroffenen Parteien abgestimmt und ist deutlich mit dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond gekennzeichnet.“ Das DRK hat darum einen Aufruf für die Flüchtlinge in Ostafrika gestartet und bittet dringend um Spenden. Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Ostafrika Online-Spende: www.drk.de/spenden SMS mit DRK an die 81190 senden und mit 5 Euro helfen. 30.07.2011: Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst: DRK strikt gegen Kopplungsmodell von Bundesfreiwilligendienst und FSJDas Deutsche Rote Kreuz ist äußerst besorgt über veränderte Rahmenbedingungen der Freiwilligendienste, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angekündigt wurden. Demzufolge soll es ein Kopplungsmodell zwischen der Bundesförderung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) geben: Für je drei FSJ-Plätze, muss ein Träger zwei BFD-Plätze zur Verfügung stellen. So werden das Deutsche Rote Kreuz und andere Wohlfahrtsverbände gezwungen, BFD-Verträge abzuschließen, damit Freiwillige sich im FSJ engagieren können. „Diese Regelung, die plötzlich und unerwartet angekündigt wurde, gefährdet das Engagement von tausenden Freiwilligen, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden haben. Diese Menschen geben ihre Zeit, ihr Herzblut und ihr Engagement für Mitmenschen in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder anderen sozialen Einrichtungen. Sollten sie wegfallen, wird die Qualität des Sozialstaats leiden“, so DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Der neue Bundesfreiwilligendienst wird von der Bevölkerung zurückhaltend angenommen. Beim Deutschen Roten Kreuz gibt es bundesweit weniger als 500 BFD-Interessenten, im Vergleich zu über 7.000 bereits besetzten Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr 2011/2012. Das Deutsche Rote Kreuz appelliert dringend an das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, FSJ und BFD unabhängig voneinander zu fördern. „Als Wohlfahrtsverband waren wir immer offen für den neuen Bundesfreiwilligendienst. Und wir werden es auch weiterhin sein, wenn er für die Menschen in Deutschland attraktiv ist. Aber die Bedingungen müssen fair sein und das Ziel muss bleiben: Das freiwillige Engagement zu fördern. Administrative Zwangsregelungen sind abschreckend, nicht fördernd.“ Das DRK ist in Deutschland größter Anbieter von Freiwilligendiensten. Jährlich bietet es 10.000 FSJ-Plätze sowie 300 Freiwilligenplätze im Ausland an. Bis 2010 gab es jährlich rund 9.000 DRK-Zivildienstleistende. Weniger als 500 Menschen haben sich im DRK für den neuen BFD angemeldet. 27.07.2011: Rotes Kreuz weitet Hilfe für Hungernde in Kenia ausDie Dürrekatastrophe am Horn von Afrika trifft auch Millionen Kenianer im Norden des Landes hart. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weitet seine Hilfen aus, um unbürokratisch und schnell helfen zu können. Rund 200.000 Schulkinder in über 300 Schulen werden ab sofort mit einer regelmäßigen Mahlzeit für den gesamten Verlauf der Dürrekatastrophe versorgt. Des Weiteren kauft das Rote Kreuz Bauern im Norden des Landes das geschwächte Vieh ab, um eine weitere Flüchtlingswelle abzuwenden. Denn noch harren viele notleidende Bauernfamilien auf ihrem Land aus. Doch lange werden sie nicht mehr durchhalten können. Zu ausgedehnt ist die Dürreperiode, unter der große Regionen Afrikas seit geraumer Zeit leiden. Mit dem Kauf des vom Verdursten bedrohten Viehs sichert das Rote Kreuz den Betroffenen das Überleben für die kommenden Monate. Insgesamt wurden bis jetzt 3.100 Tiere – Ziegen, Schafe und Kühe – erworben. Das Fleisch verteilte das Rote Kreuz kostenfrei an die Bevölkerung. Zusätzlich plant das Rote Kreuz, in 13 Distrikten Kenias die Wasserversorgung kurzfristig zu verbessern. Zu diesem Zweck werden große Wassertanks aufgefüllt, neue Rohrleitungen gelegt oder repariert sowie neue Brunnen gebohrt. Ziel des Roten Kreuzes ist es, rund einer Million Kenianern durch die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln sowie medizinischer Hilfe ein Leben außerhalb der Flüchtlingslager zu ermöglichen. Für diese lebensnotwendigen Maßnahmen werden Spenden von rund zwölf Millionen Euro benötigt. Das DRK hat darum einen Aufruf für die Flüchtlinge in Ostafrika gestartet und bittet dringend um Spenden. Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Ostafrika Online-Spende: www.drk.de/spenden SMS mit DRK an die 81190 senden und mit 5 Euro helfen. 24.07.2011: Wahl zum "Super-Rettungshund 2011": Windhündin Bijata aus Säckingen siegt50 geprüfte DRK-Rettungshunde gibt es, knapp 50 bewarben sich um den Titel "Super-Rettungshund 2011". Jetzt steht der Sieger fest. Die elegante Windhündin Bijata hat durch eine packende Rettungsgeschichte und viel Einsatzerfahrung überzeugt. Die "Facebook-Jury" attestierte ihr außerdem Verlässlichkeit, Wesensstärke, Intelligenz und Schönheit. Hundeführerin Irmgard Peruzzi aus Kleindöttingen gehört der Säckinger DRK-Rettungshundestaffel an und war mit Bijata über 300 Mal in Südbaden im Einsatz. In der Region war Bijata längere Zeit die einzige ausgebildete Mantrailerin und daher sehr gefragt. Mantrailer sind in der Lage, teils schon Tage alte Spuren von vermissten Personen über mehrere Kilometer hinweg zu verfolgen. In ihrer Bewerbungsgeschichte beschrieb Irmgard Peruzzi, wie Bijata 2007 nach einem schweren Autounfall in Weil am Rhein den verwirrten, blutüberströmten Beifahrer in der nächsten Ortschaft ausfindig machte. Das Deutsche Rote Kreuz hat die Wahl zum Super-Rettungshund 2011 ausgeschrieben, um auf die wertvolle ehrenamtliche Arbeit der DRK-Rettungshundestaffeln aufmerksam zu machen. Allein durch Spenden finanziert, trainieren Rettungshundeteams viele Stunden pro Woche, um fit und jederzeit einsatzbereit zu sein. Bei Wind und Wetter, oft in der Nacht, brechen sie auf, wenn Polizei und Feuerwehr bei der Suche nach Personen nicht mehr weiter kommen. Ohne sie hätte so mancher Vermisster nicht überlebt. "Jury" der Wahl waren über 20.000 Rotkreuzfreunde auf Facebook. Sie bekamen seit 11. Juli täglich einen Hund vorgestellt. Durch den "Gefällt mir"-Button kürten sie ihre Favoriten. Bijata erhielt bis zum heutigen Stichtag 529 Klicks. Platz zwei und drei belegten der Schäferhund Nicko aus Erlangen (421 Klicks) und die Border Collie-Hündin Debbie aus Osnabrück (388 Klicks). Alle Profile stehen weiterhin auf www.facebook.com/roteskreuz. Am 26. Juli 2011 erhalten Bijata und ihr Frauchen in Freiburg die Siegerschleife von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. 18.07.2011: Rotes Kreuz verstärkt Hilfe für Hungernde in SomaliaDas Rote Kreuz verstärkt seine humanitäre Hilfe für die hungernden Menschen in Somalia. An zehn Orten rund um die Hauptstadt Mogadischu werden Not-Ernährungszentren aufgebaut. Hier erhalten vor allem unterernährte Kinder einen sehr proteinreichen Brei, damit sie wieder zu Kräften kommen. Zudem suchen vierzehn mobile Teams Menschen auf dem Land auf, die zu schwach sind, um zu den Zentren zu gelangen. Flüchtlinge aus Somalia strömen zur Zeit über die Grenzen nach Äthiopien und Kenia. Hier werden sie in Flüchtlingslagern von Helfern des Roten Kreuzes medizinisch behandelt, erhalten eine Unterkunft, Wasser und Lebensmittel. „Die Flüchtlinge, die es über die Grenze schaffen, kommen in überfüllten Lagern an. Aber sie haben dort Zugang zu dem Notwendigsten. Wir müssen aber auch den Menschen in Somalia selbst helfen. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit unserer Schwesterorganisation, dem Somalischen Roten Halbmond, kann das Rote Kreuz auch dort Nothilfe leisten,“ sagt Christoph Müller, Leiter des DRK-Regionalbüros in Nairobi, Kenia. Nirgendwo auf der Welt leiden so viele Kinder an Unterernährung wie in Somalia. In den am schwersten betroffenen Gebieten haben sich die Fälle seit März dieses Jahres verdoppelt. Das DRK hat einen Spendenaufruf für die Flüchtlinge in Ostafrika gestartet und bittet dringend um Spenden. Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Ostafrika 18.07.2011: Frauen-Fußball-WM 2011, Steffi Jones dankt DRK für weltmeisterliche SanitätsdiensteWer ganz genau hingeschaut hat, konnte sie in Rot und Weiß am Spielfeldrand sehen: Die Sanitäterinnen und Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). 2.500 von ihnen waren in den Stadien der Frauen-Fußball-WM im Einsatz, um für verletzte oder kreislaufgeschwächte Zuschauer zu sorgen. Und auch lädierte Spielerinnen konnten sich auf das DRK verlassen: Sie wurden wieselflink vom Feld zur Behandlung getragen. Steffi Jones, Präsidentin des WM-Organisationskomitees, sagt: „Wir konnten die WM entspannt genießen, auch weil wir wussten – im Ernstfall ist das Rote Kreuz für uns da. Dafür danken wir den engagierten Helferinnen und Helfern.“ Auch DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters lobt die reibungslose Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des DFB und hebt hervor: „Für die Sanitätsdienste des DRK waren dieses Mal besonders viele weibliche Helfer im Einsatz, die hervorragende Arbeit geleistet haben.“ Im Verhältnis zu den Großeinsätzen bei den Herren-Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 war die Frauen-WM für das DRK entspannter. Die Zuschauer waren hauptsächlich fröhliche Familien, es wurde deutlich weniger Alkohol getrunken - und auch die moderaten Temperaturen trugen zu einem überschaubaren Arbeitsaufkommen für Notärztinnen, Rettungshelfer und Sanitäterinnen bei. Sie waren über 15.000 Stunden im Einsatz und leisteten rund 500 Mal Erste Hilfe. Dabei kamen Prellungen und Kreislaufbeschwerden am häufigsten vor. 30.06.2011: Ende des Zivildienstes: DRK dankt für 430 Millionen Zivi-StundenMit einer Feierstunde verabschiedet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) heute den auslaufenden Zivildienst. Stellvertretend für alle Zivildienstleistenden im DRK der letzten 50 Jahre übergeben in Berlin drei ehemalige "Zivis" einen symbolischen Staffelstab an künftige Teilnehmer des neuen Bundesfreiwilligendienstes. DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters sagt vor der Veranstaltung: "Zivildienstleistende haben die Rotkreuzarbeit an wichtigen Stellen ergänzt und bereichert. Sie haben älteren, kranken, behinderten oder sozial benachteiligten Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben, wenn sie im Haushalt, bei Einkäufen oder Arzt- und Behördengängen halfen oder den Fahrdienst für Ausflüge übernahmen. Und sie waren an vielen Stellen zupackende Helfer, ohne die uns die Arbeit deutlich schwerer gefallen wäre. Dafür danken wir ihnen und allen DRK-Mitarbeitern, die den Zivildienst zu einem Erfolgsmodell mitentwickelt haben." Die ersten "Kriegsdienstverweigerer" kamen 1961 zum DRK. Seither haben rund 285.000 junge Männer beim Roten Kreuz über 430 Millionen Dienststunden geleistet - größtenteils in der Pflege und Betreuung, aber auch im Rettungsdienst und Krankentransport, als Hausmeistergehilfen, in Fahrdiensten und bei mobilen sozialen Diensten. Viele von ihnen fanden in ihrer Zivildienstzeit ihren Berufswunsch und blieben dem DRK als hauptberufliche oder ehrenamtliche Mitarbeiter erhalten. Mit der Feier begrüßt das DRK zugleich die ersten Teilnehmer des als Ersatz für den Zivildienst geschaffenen Bundesfreiwilligendienstes. Der Bundesfreiwilligendienst ist ähnlich aufgebaut wie das bekannte Freiwillige Soziale Jahr, steht aber auch älteren Interessierten offen. Seiters: "Wir sind optimistisch, dass wir auch beim Wegfall des Zivildienstes die Qualität unserer sozialen Dienste wahren können. Dazu werden auch die Bundesfreiwilligendienstler beitragen." Das DRK ist in Deutschland größter Anbieter von Freiwilligendiensten. Jährlich bietet es 10.000 FSJ-Plätze sowie 300 Freiwilligenplätze im Ausland an. Bis 2010 gab es jährlich rund 9.000 DRK-Zivildienstleistende. Das DRK bereitet sich darauf vor, ab 1. Juli 6.000 Plätze im neuen BFD aufzubauen.
22.04.2011: ARD-Quiz der Tiere - Günther Jauch und Axel Schulz gewinnen 181.000 Euro für DRK-ProjekteModerator Günther Jauch und Boxer Axel Schulz haben in der ARD-Show „Das unglaubliche Quiz der Tiere“ insgesamt 181.000 Euro für zwei Bauvorhaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erspielt. Die Projekte werden aus Mitteln der ARD-Fernsehlotterie gefördert. Günther Jauch war der Spielpate der Seniorenwohneinrichtung Garatshausen des Bayerischen Roten Kreuzes. Er gewann 132.000 Euro für die Sanierung der Einrichtung. In dem Heim in Feldafing werden 166 pflegebedürftige und teils demenzkranke Menschen betreut. Die Einrichtung entspricht jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Durch den Ausbau sollen Türen erweitert, Stolperstellen beseitigt und Treffpunkte für gemeinsame Beschäftigungen geschaffen werden. Axel Schulz stellte genug tierisches Wissen unter Beweis, um 49.000 Euro für ein Autismus-Projekt des DRK-Kreisverbands Tecklenburger Land zu erspielen. Der Kreisverband betreibt in Ibbenbüren schon jetzt eine ambulante Einrichtung, in der 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut und gefördert werden. Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit teils erheblichen Beeinträchtigungen im Umgang mit anderen und in der Kommunikation. Die oft bizarren Verhaltensweisen von Autismus-Kranken rufen bei Mitmenschen vielfach Irritationen hervor. Und die Patienten selbst brauchen eine strukturierte Umgebung und möglichst wenig Veränderung. Mit den Geldern plant der Kreisverband daher den Bau von Gruppenwohnungen. Sie bieten den Patienten Sicherheit und Regelmäßigkeit und können so aggressives Verhalten vermeiden. Fördergelder aus den Mitteln der ARD-Fernsehlotterie sind eine wichtige Finanzierungsquelle der sozialen Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes. Die Fernsehlotterie schüttete 2010 rund 66 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte aus, davon rund 12 Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz.
06.12.2010: DRK-/Caritas-Handbuch erschienen: Menschen in der Illegalität haben Rechte – und so verwirklicht man sieBis zu 460.000 Menschen leben illegal in Deutschland – zum Teil unter desolaten Bedingungen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheit und Arbeitsmarkt. Eine unübersichtliche Rechtslage macht es öffentlichen Einrichtungen schwer, diesen Menschen zu helfen. Hier schafft ein neues Handbuch Abhilfe, das Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutscher Caritasverband heute veröffentlichen. Das Handbuch „Aufenthaltsrechtliche Illegalität“ bietet Kitas, Schulen, Kliniken, Ärzten, Arbeitgebern, Standesämtern und Beratungsstellen juristisch fundierte Empfehlungen für die Unterstützung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus. Gleichzeitig schafft es einen Überblick über Rechtslage und Verwaltungspraxis in den Ländern und Kommunen. Es gibt Antworten auf Fragen wie: „Ist es möglich, eine Geburtsurkunde für ein Neugeborenes zu erhalten?“ „Darf mein Kind zur Schule gehen?“ „Sind Ärzte verpflichtet, meine Daten an die Ausländerbehörde zu vermitteln?“ oder „Machen sich Personen strafbar, die einen Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität beschäftigen?“ DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg verbindet den Leitfaden mit einem politischen Appell: „Menschen in der Illegalität leben in ständiger Furcht. Schwangere Frauen und Kranke trauen sich nicht zum Arzt, Neugeborene erhalten keine Geburtsurkunde, Kinder gehen nicht in den Kindergarten oder in die Schule. Um diesen sozial stark benachteiligten Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen müssen die Übermittlungspflichten an die Ausländerbehörden eingeschränkt werden.“ Das Handbuch steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter www.drk.de/illegalitaet bzw. www.caritas.de/2067.html. Die Taschenbuchausgabe ist ebenfalls kostenlos bei der Mitautorin Melanie Kößler erhältlich: Tel. 030 85 404 308, Mail: koesslem@drk.de.
12.11.2010: „Stiller Held“ Claus Muchow: Rotkreuz-Katastrophenhelfer aus NRW mit Bambi ausgezeichnetClaus Muchow, Schornsteinfegermeister aus Steinfurt/NRW und erfahrener Rotkreuz-Katastrophenhelfer, hat heute den Medienpreis Bambi in der Kategorie „Stille Helden“ erhalten. Patricia Riekel, die Chefredakteurin der Zeitschrift Bunte würdigte ihn damit im Rahmen der live in der ARD übertragenen Bambi-Verleihung in Potsdam für seinen selbstlosen, humanitären Einsatz. Muchow nahm die goldfarbene Rehfigur „stellvertretend für alle nationalen und internationalen Rotkreuzhelfer“ entgegen, die jeden Tag Menschen in Not zur Seite stünden. Dieser Preis ist ein Zeichen, „dass wir nicht in einer egoistischen Ellbogengesellschaft leben“, so die Bunte-Chefredakteurin Riekel in ihrer Laudatio. Claus Muchow geht für das Deutsche Rote Kreuz regelmäßig in den Katastropheneinsatz. In diesem Jahr hat er nach der Flutkatastrophe in Pakistan als Experte für Trinkwasser und Seuchenvorsorge in den Überschwemmungsgebieten gearbeitet, sowie Anfang des Jahres auf Haiti das mobile Rotkreuz-Hospital mit aufgebaut. Muchow war aber auch schon nach dem Erdbeben 2008 in China, nach dem Tsunami in Sri Lanka und zur Cholera-Epidemie in Simbabwe. Er gehört zum Stamm der 300 Katastrophenhelfer, von denen die meisten in Deutschland einem gewöhnlichen Beruf nachgehen und sich immer wieder bereit finden, nach spezieller Ausbildung Nothilfe-Maßnahmen der größten Hilfsorganisation der Welt kompetent zu unterstützen. Der Medienpreis Bambi des Burda-Verlages gehört zu den bedeutendsten Medienauszeichnungen. In diversen Kategorien wurden neben Muchow u.a. das Trainerteam des DFB um Bundestrainer Joachim Löw, der Sänger Udo Lindenberg und die Affenforscherin Jane Goodall ausgezeichnet.
26.10.2010: Cholera-Epidemie in Haiti muss gestoppt werdenDie internationale Rotkreuz-Gemeinschaft reagiert auf den Ausbruch der Cholera-Epidemie in Haiti. Das DRK wird ein Behandlungszentrum für Cholerafälle in der Hauptstadt Port aus Prince aufbauen, wo bis zu 250 Patienten täglich behandelt werden können. Die Station ist Teil einer großen Hilfsaktion des Roten Kreuzes, um die Choleraepidemie in Haiti unter Kontrolle zu bekommen. Die Station ist seit dem Erdbeben im Januar im Land. Am Wochenende hat das Rote Kreuz das überfüllte Krankenhaus in Saint Marc in der betroffenen Region mit Antibiotika, 300.000 Wasserreinigungstabletten, 5.000 Plastikhandschuhen und 5.000 Mundschützen unterstützt. Zehn große Zelte sowie Feldbetten wurden ebenfalls gesandt, um die Erkrankten besser versorgen zu können. Viele Menschen haben nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 rund um Saint Marc Zuflucht gesucht Neben Aufstockung der medizinischen Hilfe im Choleragebiet, verstärkt das Rote Kreuz auch die Cholera-Vorbeugung in der Hauptstadt Port au Prince. Hier leben über eine Million Menschen in Zelten. Die hygienischen Bedingungen sind schlecht, nicht jeder hat Zugang zu sauberem Wasser oder Toiletten. Über einen Radio- und SMS-Service werden die Menschen zu Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Obst und Gemüse und zum Händewaschen aufgefordert. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch einer Choleraepidemie in den Zeltlagern in Port au Prince zu verhindern“, sagt Peer Kölling vom DRK, der auf der Insel den Hilfseinsatz koordiniert. Seit dem Erdbeben im Januar sind zahlreiche internationale Helfer in Haiti im Einsatz. So kann die Hilfe zügig anlaufen, um eine weitere humanitäre Großkatastrophe für das geschundene Land zu verhindern.
17.08.2010: Pakistan: DRK startet heute HilfsflugIm DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld ist heute eine Frachtmaschine vom Typ Antonov An-12 mit Hilfsgütern für Flutopfer in Pakistan beladen worden. Der Start der Maschine ist für 14 Uhr geplant. „Wir dürfen die Menschen in Pakistan jetzt nicht im Stich lassen“, sagt DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil. „Humanitäre Hilfe richtet sich nach dem Maß der Not, nicht nach politischen oder religiösen Ansichten.“ Der Hilfsflug umfasst 18 Tonnen Material und hat einen Wert von 145.000 Euro. Die Maschine wird voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des 18. August in Islamabad landen. An Bord befinden sich unter anderem 1.000 Zeltplanen, 1.000 Moskitonetze, 2.000 Decken, 500 Küchen-Sets, 500 Werkzeug-Sets. Die Hilfsgüter sollen vom Internationalen Roten Kreuz an 500 Familien in den überschwemmten Gebieten verteilt werden. Mit Beständen aus einer DRK-Lagerhalle in Kuala Lumpur im benachbarten Malaysia können 4.000 weitere betroffene Familien mit Hygiene- und Haushaltsartikeln versorgt werden. Die Lieferung ist Teil einer weltweiten Rotkreuz-Operation mit beispielsweise 100.000 Zeltplanen und knapp 300.000 Decken unter Beteiligung zahlreicher Schwestergesellschaften von China, über die USA, Australien bis Dänemark. Zwei DRK-Sachverständige für Logistik und Projektmanagement werden in den kommenden Tagen aus Deutschland nach Pakistan abfliegen, um die Rotkreuz-Helfer vor Ort zu unterstützen. Das Deutsche Rote Kreuz ist seit 1983 im Land vertreten und arbeitet mit der Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond, eng zusammen. Das DRK bildet in Pakistan Einsatzkräfte aus, die bei Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen schnell Erste Hilfe leisten und Hilfsgüter verteilen können. Im Raum Peshawar etwa versorgen zwölf Rotkreuz-Gesundheitsposten 6.000 Patienten.
03.08.2010: Fluten in Pakistan: DRK hilft und bittet um SpendenDie schweren Regenfälle im Nordwesten Pakistans haben eine humanitäre Katastrophe in den armen bergigen Regionen des Landes ausgelöst. Die Wassermassen reißen Menschen, Tiere, Häuser, Straßen und Brücken mit sich. Die internationale Rotkreuz-Hilfe ist angelaufen, die Helfer haben durch die Verwüstung jedoch Probleme gerade abgelegene Regionen zu erreichen. Sauberes Wasser und die Versorgung mit Nahrungsmitteln sind die Prioritäten in der Versorgung der Betroffenen, deren Zahl auf über 1,5 Millionen geschätzt wird. „Nun kommt es darauf an, die Menschen schnell mit Trinken, Essen und Medizin zu versorgen“, sagt Dirk Kamm, Leiter des DRK-Büros in Islamabad. „In den überschwemmten Regionen können sich Seuchen wie die Cholera schnell ausbreiten, außerdem sind das Brutstätten für die Anopheles-Mücken, die Malaria übertragen. Wir müssen schnell handeln“. Das Deutsche Rote Kreuz ist seit 1983 in Pakistan und arbeitet mit der Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond, eng zusammen. Viele der bestehenden Katastrophenschutzprojekte, die das DRK mitfinanziert, können nun flexibel für die akute Katastrophe genutzt werden. Sechs Rotkreuz-Gesundheitsstationen versorgen auch Flutopfer in den Unglücksgebieten. Die Verteilung von Hilfsgütern, wie Reis, Öl und Zucker ist in drei Bezirken angelaufen. Weitere Maßnahmen sind geplant. Der Rote Halbmond hat Tausende Helfer im Einsatz und kann sich in der Arbeit auf 89 Regionalverbände und die 40 Katastrophenschutz-Zentren stützen. 1.07.2010: Hitzerekord zum ViertelfinaleDRK rät: Ein Liter Wasser mehr als sonst - nicht nur für Fußballfans Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst hochsommerliche Temperaturen von bis zu 37 Grad voraus. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet vermehrt mit Hitzenotfällen - nicht nur bei Fußballfans, sondern besonders auch bei älteren oder kranken Menschen. DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin sagt: "Älteren Menschen geht das Durstgefühl verloren. Sie haben schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb, zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Wir empfehlen daher, bei Hitze die tägliche Trinkmenge um rund einen Liter am Tag zu steigern. Dafür muss man nicht literweise abgepackte Getränke einkaufen - das Leitungswasser in Deutschland reicht zum Flüssigkeitsausgleich vollkommen aus." Bestimmte Medikamente wirken entwässernd, weshalb kranke Menschen bei Hitze besonders gefährdet sind. Alkoholkonsum stellt - bei Jung und Alt - einen zusätzlichen Gefährdungsfaktor dar, da auch er durch vermehrt Ausscheidung zu Flüssigkeitsverlusten führt. Das wird besonders beim Deutschlandspiel am Samstag eine Rolle spielen. Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können Muskelkrämpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier können gekühlte, elektrolythaltige Getränke - wie Apfelsaftschorle - helfen, die Notsignale des Körpers zu mildern. Durch das Öffnen überflüssiger oder beengender Kleidung sollte ein Wärmestau verhindert werden. Dass sich Menschen mit Hitzeproblemen in kühle, schattige Räume begeben sollten, ist selbstverständlich. Für zusätzliche Kühlung sorgen kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft. Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte man den Rettungsdienst rufen. Fußballfans können sich auf vielen Fanmeilen in Deutschland direkt an die Hilfsstationen des DRK oder einer anderen Hilfsorganisation wenden.
26.06.2010: Pack die Badelatschen ein... Wasserwacht-Tipps für ungetrübtes Schwimm-VergnügenEnde der Woche beginnen die großen Ferien in einigen Bundesländern. Viele Familien fahren ans Wasser, und besonders die Kleinsten genießen das unbeschwerte Plantsch-Vergnügen. Damit der Badeurlaub gesund und munter endet, hat die DRK-Wasserwacht ein paar praktische Tipps zusammengestellt. Kein Sprung ins Ungewisse Mutsprünge von hohen Brücken oder Felsen in dunkle Gewässer haben oft schlimme Folgen. Die DRK-Wasserwacht warnt davor, in unbekannte Gewässer zu springen. Das Wasser ist vielleicht nicht tief genug - oder Felsbrocken lauern unter der Oberfläche. Jedes Jahr gibt es dadurch schwere Unfälle mit lebenslangen Folgen und sogar Todesopfer. Kein Sonnenbrand am Badestrand Besonders Kinder haben eine helle und empfindliche Haut. Die DRK-Wasserwacht rät: Kindern in der Sonne immer lange Kleidung anziehen. Notfalls reicht auch ein T-Shirt der Eltern aus. Und besonders der Kopf und das Gesicht sollten vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, zum Beispiel mit einer Schirmmütze. Generell gilt: Kinder immer gut eincremen, bevor es an den Strand geht. Aber auch Erwachsene sollten nur in Maßen Sonnenbaden und sich viel im Schatten aufhalten. Nackte Füße, blanke Gefahr Gerade an Baggerseen oder unbewachten Ufern liegen oft kaputte Flaschen oder andere spitze Gegenstände herum. Immer wieder treten Badegäste in Scherben, und ein Schnitt in der Fußsohle ist sehr schmerzhaft. Daher rät die DRK-Wasserwacht, möglichst mit Badeschuhen ins Wasser zu gehen. Leichte Neoprenschuhe zum Beispiel schützen die Füße und stören nicht beim Schwimmen. Heißer Tee gegen klappernde Zähne Zu langer Aufenthalt im Wasser kann schnell zu einer Unterkühlung führen. Besonders Kinder vergessen beim Spielen im Wasser oft alles um sich herum und kühlen schnell aus. Darum sollte man darauf achten, dass Kinder sich zwischendurch immer wieder aufwärmen und trockene Sachen anziehen, rät die DRK-Wasserwacht. Aber auch Erwachsene sollten nach dem Schwimmen die Badesachen wechseln. Insektenstich - so schützt man sich Beim Essen von süßen Sachen ist im Sommer besondere Vorsicht geboten: Schnell wird aus Versehen eine Biene oder Wespe verschluckt, die dann im Rachenraum zusticht. Wenn der Stich anschwillt, kann es zu einer Verengung der Luftröhre und damit zu Atemnot kommen. Auf jeden Fall sollte sofort der Notarzt informiert werden. Man muss den Hals kühlen, um die Schwellung zu lindern - zum Beispiel mit einem nassen Handtuch. Grundsätzlich sollte man sehr aufmerksam sein, bevor man einen Löffel Joghurt, ein Stück Melone oder Eis in den Mund steckt. Eltern sollten ihre Kinder nicht unbeobachtet essen lassen. Auch kühles Nass bringt Spaß Die DRK-Wasserwacht rät großen und kleinen Badefreunden, sich vor dem Sprung ins Wasser abzukühlen. Der Körper muss sich an den Temperaturwechsel gewöhnen können, damit der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Auch sollte man nicht in einem Baggersee ohne Ausrüstung tauchen. Ab einer bestimmten Tiefe hat das Wasser dort auch im Sommer nur eine Temperatur von vier Grad, die so genannte Sprungschicht. Der plötzliche Temperaturwechsel kann bis zum Kreislaufstillstand führen. Die DRK-Wasserwacht leistet 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland. Sie rettet jedes Jahr 200 Menschen vor dem Ertrinken und leistet 50.000 Mal erste Hilfe. Dabei greift sie auf rund 120.000 ehrenamtlich Aktive zurück. 12.05.2010: Papas Boxenstopp: Vater-Kind-Vorsorge im DRKPünktlich zum Vatertag (13. Mai) macht das Deutsche Rote Kreuz auf seine speziellen Angebote für Väter und Kinder aufmerksam. Das DRK bietet in seinen 14 Vorsorge- und Rehabilitationskliniken bundesweit spezielle Vater-Kind-Kuren an. In über 300 DRK Beratungsstellen in den DRK Kreis- und Ortsvereinen werden die Väter und Mütter kostenlos bei der Beantragung einer Mutter- oder Mutter/ Vater- Kind- Maßnahme bei Bedarf begleitet. Im Allgemeinen ist wenig bekannt, dass auch Väter den gleichberechtigten Anspruch auf diese Pflichtleistung der Krankenkassen haben. Die Erfahrungen der Beratungsstellen zeigen, dass auch Väter ab und zu einen „Boxenstopp“ brauchen, wenn sie sich in die Erziehung ihrer Kinder genauso einbringen wie die Mütter. Unter dem Druck „echter Mann“ und „perfekter Vater“ zu sein und keine Erschöpfung zu kennen, würden viele Väter leiden. Eine Studie des Instituts für empirische Sozialforschung an der Universität Erlangen hat in der Bedarfs- und Bestandsanalyse von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter aufgezeigt, dass der Bedarf für Väter-Kind-Kuren bei 128.000 Maßnahmen liegt. Natürlich ist das im Vergleich zu Mutter-Kind-Maßnahmen mit 1,1 Millionen ein deutlich geringerer Bedarf, dennoch wird klar: auch Väter haben nicht nur einen gesetzlichen Anspruch sondern auch einen Bedarf. Im Jahr 2008 nutzten 240 Väter mit 303 Kindern die Angebote in den 14 DRK Vorsorge- und Rehabilitationskliniken. Das DRK fordert die Leistungsträger anlässlich des Vatertags auf, Menschen die in Familienverantwortung stehen, insbesondere in Krisensituationen schnell und den Bedürfnissen entsprechend Zugang zu den gesetzlichen Leistungen zu ermöglichen. Informationen zum Angebot sind zu finden unter: http://www.drk.de/angebote/familie-und-jugend/mutter-kind-kuren.html und unter http://www.drk.de/angebote/gesundheit/kur-und-erholungseinrichtungen.html
24.02.2010: EU-Jahr gegen Armut - DRK-Vizepräsidentin: „Es kommt zu wenig bei den Kindern an“Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales startete offiziell seine Kampagne „Armut stoppen – gemeinsam handeln“ im Rahmen des EU-Jahrs gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Das Deutsche Rote Kreuz beteiligt sich gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege als Kooperationspartner an dem Aktionsjahr. Im Vorfeld der Auftaktveranstaltung sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: „Die aktuelle Hartz-IV-Debatte ist wichtig, denn die Armut in Deutschland ist in besorgniserregender Weise angestiegen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind die Leidtragenden. Bei ihnen kommt zu wenig an, sowohl im Sinne von finanziellen Spielräumen für eine gesunde Ernährung und eine altersgemäße Freizeit, als auch in Form von kostenlosen Bildungs- und Betreuungsangeboten. Das macht uns große Sorgen.“ Der Schwerpunkt der Arbeit des DRK im Rahmen des EU-Jahrs 2010 liegt in der Bekämpfung der Kinderarmut. Gegenüber der Bundesregierung setzt sich das DRK für das kostenlose Mittagessen an Schulen mit Übermittagbetreuung sowie für kostenlose Lehr- und Lernmittel ein - denn nur wer gut lernt, hat später eine Chance, aus der „vererbten Armut“ zu entkommen. Zum Thema Bildungsgerechtigkeit als wirksames Mittel gegen Jugendarmut plant das DRK eine Fachtagung im Herbst 2010. Darüber hinaus planen zahlreiche DRK-Gliederungen Projekte im EU-Jahr 2010 – beispielsweise zur Stärkung von Netzwerken gegen Kinderarmut (Kiel), zur Schuldenprävention (Sachsen), zur Stärkung von Erziehungskompetenzen (Bad Doberan) sowie zur länderübergreifenden Bekämpfung von Armut im ländlichen Raum (Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein). 20.01.2010: DRK schickt mobiles Krankenhaus nach HaitiDas Deutsche Rote Kreuz schickt zwei weitere Hilfsflüge nach Haiti. An Bord ist ein mobiles Krankenhaus, in dem 700 Menschen am Tag ambulant versorgt werden können. Das Krankenhaus stellt die medizinische Grundversorgung für eine Bevölkerung von 250.000 Menschen sicher. In dem Krankenhaus können bis zu 700 Patienten täglich ambulant versorgt werden, für die stationäre Behandlung bietet das Hospital Platz für 150 Patienten. Parallel schickt das DRK weitere 24 erfahrene Katastrophenhelfer in die Region. Die erste Maschine, eine Illjuschin 76 wird ab 14 Uhr auf dem Flughafen Schönefeld beladen. Sie wird voraussichtlich Freitag um 7 Uhr morgens (Ortszeit) in Port-au-Prince landen. Mit an Bord ist neben dem mobilen Krankenhaus auch eine Wasseraufbereitungsanlage, so dass das Krankenhaus völlig autark betrieben werden kann. Der zweite Hilfsflug in einer McDonnell Douglas MD-11 startet am Freitag ebenfalls in Berlin Schönefeld.
13.01.2010: DRK-Spendenaufruf für Erdbebenopfer / DRK bereitet Einsatz eines mobilen Krankenhauses vor)Nach einem starken Erdbeben vor der Küste Haitis zeichnet sich ein Bild der Verwüstung ab. Menschen in dem extrem armen Land brauchen derzeit dringend medizinische Versorgung und sauberes Wasser. Das Deutsche Rote Kreuz bereitet den Einsatz eines mobilen Krankenhauses vor, das vom DRK Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld nach Haiti gebracht werden kann. Gleichzeitig wird DRK-Personal aus der Region nach Port-au-Prince entsendet. Das mobile Krankenhaus ist vergleichbar mit einem deutschen Kreiskrankenhaus und hat einen Wert von 1,5 Millionen Euro. Auch stehen mobile Gesundheitsstationen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen bereit, falls dies notwendig wird. „Es gab schon vor dem Erdbeben keine medizinische Versorgung und kein funktionierendes Katastrophenschutzsystem auf Haiti. Die Menschen sind auf Hilfe angewiesen, und die muss von Außen kommen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, der bereits im Dezember 2009 vor Ort war. Die mobilen Nothilfeeinheiten des Roten Kreuzes sind standardisiert. So kann Material aus Deutschland von geschultem Personal aus Ländern wie der Schweiz, Kanada oder Österreich betrieben werden. „Zurzeit läuft unsere Logistik auf Hochtouren. Wir koordinieren uns mit Rotkreuzgesellschaften in der ganzen Welt, um zu planen, wer was nach Haiti bringen kann,“ sagt Seiters. Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Hilfe für die Erdbebenopfer. Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Haiti Online-Spenden unter: www.DRK.de/spenden
08.01.2010: Die Tipps von den Rotkreuz-Kälteprofis aus dem NordenDeutschland erlebt gerade einen strengen Winter. In Kanada und Alaska sind solche Winter Alltag. Das Deutsche Rote Kreuz hat die besten Tipps zum Schutz von Kollegen aus dem hohen Norden gesammelt, die öfters der Kälte ausgesetzt sind. Das Rote Kreuz der USA empfiehlt, beim Heizen im eigenen Haus vorsichtig zu sein. Brennbare Materialien wie Papier oder Decken sollten mindestens einen Meter von elektrischen Heizkörpern, Öfen oder Kaminen entfernt sein. Und bitte niemals den Backofen zum Heizen verwenden, das ist ineffektiv und gefährlich. Grundsätzlich gilt: Das Beste ist Kälte zu vermeiden und im Haus zu bleiben. Wer draußen sein muss, sollte immer wieder Pausen einlegen, um sich aufzuwärmen. Das Kanadische Rote Kreuz rät, viel zu trinken. Aber weder Alkohol noch Koffein, denn diese Stoffe machen es schwieriger für den Körper Wärme zu produzieren. Warme Getränke sind das Beste, ansonsten normales Wasser. Körperstellen, die besonders weit vom Herzen entfernt sind, sollten besonders geschützt werden: Kopf, Hände und Füße. Eine Mütze, die den ganzen Kopf bedeckt, ist besser als ein Stirnband. Fausthandschuhe sind wärmer als Fingerhandschuhe, da sich die Finger darin gegenseitig aufwärmen. Wer zu lange in der Kälte gewesen ist, kann Erfrierungen bekommen. Die Haut verfärbt sich weiß, gelblich oder grau und schmerzt. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei Verdacht auf Erfrierungen sollte die Hautstelle warm abgedeckt und langsam und vorsichtig aufgewärmt werden. Rubbeln oder Reiben kann zu noch schlimmeren Verletzungen führen. 02.12.2009: GEMEINSAM GEGEN LEUKÄMIE – JETZT ERST RECHTFür den 48 – jährigen Rettungsassistent, der im Sommer 2009 an Leukämie erkrankt ist, wurde ein Spender gefunden! Doch viele andere Patienten suchen noch nach ihrem „genetischen Zwilling“. Um diesen Patienten zu helfen und auch ihnen eine Chance auf Leben zu geben, organisieren die DRK – Rettungswache Dierdorf, die Notärzte und der DRK – Ortsverein der Verbandsgemeinde Dierdorf e.V. gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) die Aktion „Gemeinsam gegen Leukämie – Jetzt erst recht“. Die Wahrscheinlichkeit, für einen Leukämiekranken einen passenden Spender zu finden, ist sehr gering. Sie kann bis zu eins zu mehreren Millionen betragen. Genau deshalb zählt jeder Einzelne! Denn alle 45 Minuten erkrankt ein Mensch an Leukämie (Blutkrebs). Nur gemeinsam können wir den Wettlauf für das Leben gewinnen. Spenden kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter körperlicher Verfassung ist und nicht an einer chronischen Erkrankung leidet. Spenden Sie deshalb, um das Leben eines anderen Menschen zu retten, 5 ml Blut oder machen Sie eine Geldspende! Vielleicht sind Ihre Stammzellen die Rettung für einen Patienten! Typisierung: Dienstag, 15.12.2009 17.00 bis 21.00 Uhr Nelson – Mandela – Realschule D i e r d o r f Geldspende: DKMS Spendenkonto 775 183 676 Naspa Nassauische Sparkasse BLZ 510 500 15 Initiatoren: DRK – Rettungswache Dierdorf Notärzte der Rettungswache DRK – Ortsverein der Verbandsgemeinde Dierdorf e.V. DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei Kurzfristig übernimmt der DRK – Ortsverein der Verbandsgemeinde Dierdorf e.V. die Ausrichtung der Christmarkteröffnung in Dierdorf am Freitag, den 11.12.2009. Der Erlös der DRK – Stände wird ausschließlich als Spende für die Typisierung verwendet, die pro Spender 50,-- Euro kostet. Besuchen Sie auch deshalb den Dierdorfer Christmarkt und unterstützen Sie damit unsere Typisierungsaktion. 30.11.2009: Die DRK-Weihnachtsgeschichte: Mit jedem Wort Gutes tunZusammen mit dem Schriftsteller und Drehbuchautor David Safier („Mieses Karma“, „Jesus liebt Mich“, „Berlin, Berlin“) startet das Deutsche Rote Kreuz am 1. Dezember eine „Wunderbar Wild Wachsende Weihnachtsgeschichte“ im Internet. Nach dem Wikipedia-Prinzip kann jeder über http://weihnachtsgeschichte.drk.de an der Rotkreuz-Weihnachtsgeschichte mitschreiben. Jeder kann verfolgen, wie sich der Inhalt entwickelt und verändert, die Geschichte unerwartete Wendungen nimmt und der Text wächst. Denn wachsen soll er: Für jedes geschriebene Wort spendet Land Rover 50 Cent an die Auslandshilfe des DRK. Land Rover ist langjähriger Charity Partner des Roten Kreuzes. Das erste Kapitel von David Safier ist bereits online. Er wird bis zum Abschluss der Geschichte am 24. Dezember täglich eine neue Kapitelüberschrift hinzufügen. „Ich freue mich immer, wenn ich andere Menschen zum Schreiben anstiften kann, und die Weihnachtsgeschichte des Roten Kreuzes verbindet dies auch noch mit einer Spendenaktion. Wie kann ich da nicht dabei sein?“, sagt David Safier. Unter allen Schreibern wird täglich ein Hörbuch von Audible verlost, abwechselnd „Mieses Karma“ von David Safier, „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens und „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne. David Safier, 1966 geboren, wurde bekannt durch seine Drehbücher zu TV-Hits wie „Berlin, Berlin“, „Nikola“ und „Mein Leben und Ich“. Er wurde unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. David Safier lebt und arbeitet in Bremen. „Mieses Karma“, sein erster Roman, stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Sein zweiter Roman, „Jesus liebt mich“, steht zur Zeit auf Platz vier der Taschenbuch-Bestsellerliste. Sein dritter Roman, "Plötzlich Shakespeare", erscheint am 12.03.2010 bei Kindler.
12.11.2009: 20 Jahre Kinderrechtskonvention: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – DRK fordert Stärkung der KinderrechteDie meisten politischen Entscheidungen betreffen auch Kinder und Jugendliche. Ihre besonderen Rechte und Bedürfnisse werden dabei aber oft übersehen. Alle Gesetzesentwürfe müssen auf ihre Auswirkung auf die Interessen und Lebenssituationen von Kindern geprüft werden. Das fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Vorfeld des 20. Jahrestages der Kinderrechtskonvention am 20. November. „Kinder werden bei politischen Entscheidungen oft als „kleine Erwachsene“ behandelt“, merkt Donata Freifrau von Schenck, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, an. Ein Beispiel ist die Festsetzung des HartzIV-Satzes für Kinder, für den einfach der Regelsatz für Erwachsene reduziert wurde, wie das Bundessozialgericht kritisierte. „20 Jahre nach Entstehen der Kinderrechtskonvention muss sie auch in Deutschland für alle Kinder volle Gültigkeit haben. Die Berücksichtigung des Kindeswohls muss in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungshandeln nachhaltig verankert werden“, fordert von Schenck. Denn Kinder haben aber eigene Bedürfnisse etwa an Kleidung, weil sie schneller wachsen, und insbesondere an Bildungsangeboten. Kinder mit unsicherem Aufenthaltsstatus trifft es doppelt, bei ihnen greift das Ausländerrecht vor den Kinder- und Jugendrechten. Konsequenz: diese Kinder haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Das Recht auf Schulbesuch für Kinder muss – unabhängig vom Aufenthaltstitel – in allen Landesschulgesetzen ausdrücklich verankert sein. Nur damit würde Deutschland auch Artikel 2, Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention über das Recht auf Gleichbehandlung erfüllen. Darin heißt es: „… Kinder ethnischer Minderheiten in einem Land müssen gleichen Zugang zu Schulen haben.“ „Ob die Interessen und das Wohl der Kinder mit bedacht werden, darf nicht dem Zufall überlassen werden. Wir brauchen dazu ein geregeltes Verfahren – eine Kindergerechtigkeitsprüfung“, sagt von Schenck. Deutschland hatte als einer der ersten Staaten die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet. Allerdings mit Einschränkungen. 12.11.2009: Rudolf Seiters kandidiert in dritter Amtszeit für Rotkreuz-PräsidiumAm Freitag trifft die 59. DRK-Bundesversammlung in Berlin zusammen. Nachdem die größte humanitäre Organisation Deutschlands sich im März eine neue Bundessatzung gegeben hat, wird nun das Präsidium nach den neuen Vorgaben besetzt. Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters stellt sich in dritter Amtszeit zur Wahl. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Vorgabe des Internationalen Roten Kreuzes zur Trennung von Aufsicht und Exekutive wird künftig durch den hauptamtlichen Vorstand und durch das Präsidium erfüllt. Das ehrenamtlich besetzte Präsidium ist für die politischen und verbandlichen Grundsatzentscheidungen sowie für die Kontrolle zuständig. Es wird durch die Bundesversammlung gewählt, die sich aus Vertretern der Rotkreuz-Gliederungen zusammensetzt. Der bisherige Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil soll als Sprecher des Vorstandes berufen und als Generalsekretär bestätigt werden. Neu zur Wahl steht Dr. Norbert-Christian Emmerich, der als Bundesschatzmeister die Nachfolge von Prof. Wilms anstrebt. Prof. Dr. Peter Sefrin könnte nach sechs Jahren Dr. Demmer in der Funktion des Bundesarztes ablösen. Robin Wagener stellt sich für die Vertretung des JRK im Präsidium zur Wahl und würde Udo Eller ablösen, der das Amt seit 2007 innehatte. Die 400.000 Ehrenamtlichen sind künftig im Präsidium stärker vertreten. Neu stellen sich Frank Kühnel für die Rotkreuz-Bergwachten, Prof. Stefan Goßner für die DRK-Wasserwachten und Inge Lohmann für die Wohlfahrts- und Sozialarbeit im DRK zur Wahl. Prof Dr. Horst Fischer käme nach einer Wahl als Bundeskonventionsbeauftragter in das Führungsgremium. Der Bundeskonventionsbeauftragte setzt sich für die Verbreitung des Humanitären Völkerrechts ein, eine der satzungsgemäßen Aufgaben der Hilfsorganisation. 09.10.2009: Schlammlawinen auf den Philippinen - Rotes Kreuz im DauereinsatzSeit fast zwei Wochen wird die Inselgruppe der Philippinen von Naturkatastrophen heimgesucht. Nun haben Unwetter mit Dauerregen dafür gesorgt, dass im Nordosten der Hauptinsel Luzon ein Damm gebrochen ist und Schlammlawinen knapp 60 Häuser unter sich begraben haben. Die Rettungskräfte, unter ihnen die Helfer des Philippinischen Roten Kreuzes, haben bisher über 160 Tote geborgen. Die beiden DRK-Experten, Dieter Mathes und Katja Laudemann, sind in der Hauptstadt Manila, um den Katastropheneinsatz der Schwestergesellschaft zu unterstützen. Im Norden des Landes versuchen die philippinischen Helfer von sechs Wasser-Rettungseinheiten (WATSAR) per Boot Menschen von Hausdächern zu bergen und aus dem Schlamm zu befreien. Der Präsident des Philippinischen Roten Kreuzes Richard Gordon hat um Unterstützung durch Hubschrauber gebeten, damit noch mehr Familien geborgen werden können. In Manila hatte der Tropensturm „Ketsana“ 300 Menschen das Leben gekostet, zeitweilig stand die Millionenstadt beinahe komplett unter Wasser. Da in Überschwemmungsgebieten sauberes Wasser Mangelware ist und sich Seuchen rasch verbreiten können, hat das Deutsche Rote Kreuz Mathes und Laudemann zur Unterstützung geschickt. „Wir können überall helfen, wo unser Wissen gebraucht wird“, sagt Dieter Mathes. Zurzeit werden Hilfsgüter (finanziert von der Bundesregierung) verteilt. Zusammen mit dem Philippinischen Roten Kreuz arbeitet das DRK vor Ort seit langem in der Katastrophenvorsorge: So üben zum Beispiel Schulkinder Evakuierungen und Erste Hilfe und lernen, welche Orte im Katastrophenfall sicher sind. Das DRK bittet um Spenden für die Hilfe auf den Philippinen: Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: "Philippinen" 01.10.2009: Spendenaufruf nach Katastrophen in Südostasien - 70 Rettungsteams auf Sumatra im EinsatzZwei Erdbeben erschütterten gestern innerhalb weniger Stunden die indonesische Insel Sumatra. Die Zahl der Todesopfer steigt stündlich, hunderte Häuser stürzten ein. Die ersten Helfer des Roten Kreuzes begannen schon in der Nacht mit Rettungs- und Bergungsmaßnahmen. Auch das Deutsche Rote Kreuz hat Personal vor Ort. „Um Verschüttete lebend zu bergen, zählt jetzt jede Stunde. Wir brauchen Verbandsmaterial, Decken, Plastikplanen und Moskitonetze, um die Menschen, die jetzt obdachlos sind, zu versorgen“, sagt Martin Hahn, Leiter der DRK-Auslandshilfe. 70 Rettungsteams vom Indonesischen Roten Kreuz, die für Katastrophenrettung besonderes ausgebildet sind, bergen zur Zeit Verschüttete und leisten Erste Hilfe im Erdbebengebiet. Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen indonesischen Kollegen Unterstützung angeboten. Das DRK hat ein Katastrophenlager in Kuala Lumpur (Malaysia). Dort werden Decken, Kochausrüstung, Moskitonetze, Plastikplanen und andere Hilfsgüter gelagert. Von dort kommt die Hilfe schnell nach Indonesien. In Deutschland stehen mobile Trinkwasseranlagen, Gesundheitsstationen und ein komplettes mobiles Krankenhaus samt Personal bereit. Die beiden Erdbeben auf Indonesien sind die letzten in einer Reihe von schweren Naturkatastrophen, die Südostasien in den letzten Tagen getroffen haben. Das DRK hat Personal auf den Philippinen, in Vietnam und in Indonesien. Das DRK bittet um Hilfe für die Katastrophenopfer in Südostasien: Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: "Südostasien" Online spenden: www.drk.de 27.04.2009: DRK zu Schweinegrippe: Ruhe bewahren in ernster SituationDer Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko sowie die Meldungen von Fällen aus den USA, Kanada, Brasilien, Israel, Australien und einigen europäischen Ländern ist eine Herausforderung für die Rotkreuzgesellschaften. Das Rote Kreuz teilt die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass sich die Schweinegrippe zu einer weltweiten Seuche, zu einer Pandemie, entwickeln könnte. „Die Situation ist zwar ernst, aber wir sollten alle Ruhe bewahren“ mahnt Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters. In Deutschland ist bisher kein Fall gemeldet worden. Das DRK rät jedoch Menschen, die etwa aus Mexiko mit Anzeichen einer Erkältung zurückkehren, einen Arzt aufzusuchen. In Mexiko hat das Mexikanische Rote Kreuz die 486 Rotkreuz-Gliederungen des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt, um die Ausweitung der Seuche einzudämmen. In den betroffenen Ländern arbeiten die nationalen Gesellschaften eng mit den Regierungen zusammen. Sie werden dabei von Gesundheitsexperten der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften unterstützt. Darüber hinaus wird die Arbeit mit WHO, anderen UN-Organisationen sowie mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) koordiniert. 07.04.2009: Spendenaufruf des Roten Kreuzes für Erdbebenopfer in ItalienDas Deutsche Rote Kreuz ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer in Italien auf. Unter dem Spendenzweck „Erdbebenhilfe“ können Menschen in Deutschland die Hilfe des Roten Kreuzes in Italien unterstützen. DRK-Spendenkonto: Konto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Erdbebenhilfe „Die Rettungskräfte des Italienischen Roten Kreuzes arbeiten rund um die Uhr. Ihr Einsatz verdient unsere Solidarität und Unterstützung. Wir bitten um Spenden für ihre Arbeit“, sagt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Das Rote Kreuz in Italien ist seit Montag früh im Einsatz. Rettungsfahrzeuge bringen Verwundete in Krankenhäuser in den Orten Tagliacozzo, Pescina und Avezzano. 10.000 Decken und ein Konvoi mit einer Feldküche, die für 10.000 Menschen pro Tag warme Mahlzeiten bereiten kann, wurden auch in die Region gebracht. Mehrere psychosoziale Teams reisten am Montag sofort nach Abruzzen. Auch in Deutschland stehen Helfer für den Bedarfsfall bereit. Das Deutsche Rote Kreuz verfolgt die Entwicklung vor Ort und kann Suchhundeteams, mobile Gesundheitsstationen, Wasseraufbereitungsanlagen oder ein mobiles Krankenhaus in die Katastrophenregion bringen. 02.04.2009: Motorrad-Saison beginnt – Rotes Kreuz rät: Bei Unfallopfern Helm abnehmenGerade zu Beginn der Motorrad-Saison im Frühjahr verunglücken viele Motorradfahrer. Und immer wieder gibt es Debatten, ob man bei einem Unfallopfer nicht lieber den Helm auflassen sollte, um mögliche Verletzungen an der Halswirbelsäule nicht zu verschlimmern. Das Deutsche Rote Kreuz stellt klar: bei einem bewusstlosen Motorradfahrer muss der Helm ab. Bei einem bewusstlosen Unfallopfer – egal ob Auto- oder Motorradfahrer – besteht akute Lebensgefahr, da durch Ausfall der Schutzreflexe die Atemwege verlegt sein können. „Die Atemwege freizumachen, indem man den Kopf nach hinten beugt und das Kinn anhebt, ist daher eine der wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen“, sagt Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes. „Das muss direkt am Unfallort gemacht werden“. Die Maßnahme ist jedoch nur dann durchführbar, wenn kein Helm im Weg ist. Daher muss bei einem verunglückten, bewusstlosen Motorradfahrer als erstes der Helm abgenommen werden. Damit die Halswirbelsäule, die vielleicht verletzt ist, geschont wird, muss dies sehr sorgfältig erfolgen. Hierzu wird das Visier hochgeklappt und der Kinnriemen geöffnet. Danach wird der Helm vom Kopfende des Motorradfahrers in Längsrichtung soweit abgezogen, bis der Helfer mit einer Hand an den Hinterkopf greifen und diesen halten kann. Der Helm wird nun ganz abgezogen, wobei Kippbewegungen des Kopfes vermieden werden sollen. Anschließend wird der Kopf vorsichtig auf den Boden gelegt und es erfolgt die Atemkontrolle. Ist die Atmung normal vorhanden, wird der Motorradfahrer in die stabile Seitenlage gebracht. Ist keine Atmung vorhanden, oder ist der Helfer nicht sicher, ob die Atmung normal ist, muss unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden (30 x Druckmassage und 2 x Atemspenden im Wechsel). Bei den meisten Deutschen liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon Jahrzehnte zurück. Daher empfiehlt das Rote Kreuz allen Auto- und Motorradfahrern eine Auffrischung ihrer Kenntnisse. Dafür bietet sich vor allem der „Fit in Erster Hilfe“ -Kurs an. Dort wird in 90-Minuten-Modulen das Wichtigste zum Verhalten am Unfallort und zur Herz-Lungen-Wiederbelebung vermittelt. Auch das sichere Abnehmen eines Helms wird dort geübt. 30.03.2009: Sicher am Berg: Helme allein reichen nicht aus!Die Skisaison ist noch nicht zu Ende, aber schon jetzt kann man traurige Bilanz ziehen: Skiunfälle mit tödlichem Ausgang und prominenten Beteiligten wie in Österreich und in den USA haben die Diskussion um die Helmpflicht auf Pisten neu entfacht. Die Bergwacht vom Deutschen Roten Kreuz appelliert an die Vernunft der Skifahrer und Snowboarder. „Wir können doch nicht alles reglementieren und mit Strafen versehen. Grundsätzlich ist Sport – besonders an der frischen Luft – gesund. Und Skifahren ist im Vergleich zu anderen Sportarten recht sicher. Wenn einige Regeln beachtet werden“, sagt Thomas Eckert von der DRK-Bergwacht in Sachsen. Ostern werden die Skipisten wieder voll. Um Unfälle zu vermeiden, fordert die DRK-Bergwacht die Wintersportler auf, sich umsichtig und eigenverantwortlich zu verhalten und folgende Regeln zu beachten: -> Skifahrer sollten ihre Geschwindigkeit ihrem Können und den Schnee- und Sichtverhältnissen anpassen. -> Wintersportler sollten bei vollen Pisten vorausschauend fahren und Rücksicht nehmen. -> Die persönliche Ausrüstung sollte sicher und technisch einwandfrei sein. Ein Helm ist zu empfehlen. -> Für die Piste gilt das gleiche wie im Straßenverkehr: Vorsicht bei Alkohol – er beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit. „Mit verantwortungsbewusstem Verhalten und gegenseitiger Rücksichtnahme können Wintersportler Unfälle vermeiden. Helme bieten einen zusätzlichen Schutz“, so Eckert. 04.03.2009: Rotkreuz-Rettungshunde nach Hauseinsturz in Köln im EinsatzNach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs und umgebender Häuser in Köln kümmern sich die 175 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und den anderen Hilfsorganisationen um die Opfer. Mit dabei sind die Helfer auf vier Pfoten, die nach Verschütteten suchen: 25 Rettungshunde der Rotkreuz-Hundestaffeln aus Nordrhein-Westfalen. „Ein Rettungshund muss in so einer Situation zielsicher arbeiten können. Er darf sich weder durch den Lärm der Räumgeräte noch etwa durch Essensreste irritieren lassen“, sagt Stephan Schmitt, Rettungshunde-Fachmann im DRK-Generalsekretariat. „Länger als eine Viertelstunde kann so ein Tier aber nicht nach Verschütteten suchen, dann ist eine kurze Pause erforderlich.“ Der Geruchssinn von Hunden ist tausendfach besser als der des Menschen. Die Ausbildung von Rettungshunden dauert 1,5 bis 2 Jahre. Die Hunde werden zur Suche in Trümmern (auch nach Erdbeben), nach Lawinen und zum Auffinden von vermissten oder verwirrten Personen eingesetzt. Im Deutschen Roten Kreuz werden 1.200 Rettungshunde trainiert, rund 850 von ihnen haben die Rettungshunde-Prüfung bereits bestanden. Vom Jack-Russell-Terrier bis zum Riesenschnauzer sind alle Rassen dabei. Etwa 15 Prozent der Hunde sind Deutsche Schäferhunde, aber auch Border Collies und Golden Retriever sind als Rettungshunde bereit für den Einsatz. Der letzte Großeinsatz war nach dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall am 2. Januar 2006. 16.02.2009: Rotes Kreuz wünscht kostenloses Mittagessen für SchulkinderDie heutige Veröffentlichung des Familienreports durch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kommentiert Donata Freifrau von Schenck, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes: „Wir begrüßen das Engagement der Ministerin die Geburtenrate zu steigern. Familiengründung darf nicht zum Luxusgut werden. Aber auch für die Kinder von heute muss mehr getan werden. Es kann nicht sein, dass in unserem Land Schulkinder mangelhaft ernährt werden und hungrig in den Unterricht gehen. Wir fordern ein kostenloses Mittagessen für Schulkinder in Ganztagsschulen. In den Schulen müssen Kinder unabhängig vom Einkommen der Eltern zusammen mit den Klassenkameraden an einem Tisch sitzen und mittags essen können. Aus unseren Rotkreuz-Einrichtungen wissen wir, dass immer mehr Kinder hungrig in den Unterricht gehen oder sich von Fastfood ernähren. Das mindert ihre Leistungsfähigkeit. Das kostenlose Mittagessen wäre zum Beispiel ein guter Ansatz für das Konjunkturpaket III.“ 05.02.2009: Rotes Kreuz warnt: Grippewelle weiter ernst nehmenDie Grippe- und Erkältungswelle hat Deutschland fest im Griff und die hohe Konzentration an zirkulierenden Viren sorgt dafür, dass die Ansteckungsrate weiterhin hoch bleibt. Ältere und chronisch kranke Menschen sollten sich impfen lassen. Für alle anderen gibt das Deutsche Rote Kreuz Tipps, wie man die Ansteckungsgefahr reduzieren kann. „Einfache Hygienemaßnahmen und die Beachtung von Etiketten können schon vor Erkältung schützen“, sagt die Pressesprecherin des Deutschen Roten Kreuzes, Svenja Koch. „Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen und die Benutzung von Einweg-Taschentüchern, die auch wirklich nur einmal benutzt und dann im Mülleimer entsorgt werden sollten.“ Wo viele Menschen auf engem Raum zusammen kommen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Also nach Bus- und Bahnfahrten wieder unbedingt die Hände waschen. Auch viel Bewegung und frische Luft halten die Viren fern und geschlossene Räume sollten regelmäßig gut gelüftet werden. Wer bereits erkältet ist und erhöhte Temperatur hat, sollte zu Hause bleiben, viel trinken und bei hohem Fieber zum Arzt gehen. Lässt sich der Kontakt zu anderen Menschen nicht vermeiden, beim Husten die Hand vor den Mund halten und auf das Händeschütteln oder gar Wangenküsschen zur Begrüßung verzichten. Eine Grippe kann schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Daher sollten alte und schwache Menschen sich von Erkrankten fern halten und Menschenansammlungen meiden.
02.02.09: Sri Lanka: Krankenhaus des Roten Kreuzes beschossenDas Deutsche Rote Kreuz ist äußerst besorgt, dass ein überfülltes Krankenhaus im Norden Sri Lankas am Sonntag von Granaten getroffen wurde. „Ein Krankenhaus, das sogar mit dem Schutzzeichen des Roten Kreuzes deutlich gekennzeichnet ist, anzugreifen, ist ein schwerer Bruch des humanitären Völkerrechts“, sagt Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Mindestens zwei Personen kamen bei dem Angriff uns Leben. Das Krankenhaus in Puthukkudiyiruppu im Distrikt Vanni hat 100 Betten und wird vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) betrieben. In Folge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) wurden zum Zeitpunkt des Angriffes über 500 Patienten versorgt. Die Räume sind überfüllt, Verletzte liegen auf den Fluren und warten zum Teil auf den Weitertransport in andere Krankenhäuser. Auf dem Dach des Krankenhauses sind große rote Kreuze auf weißem Grund angebracht. Das Hospital bleibt in Betrieb. Erst 2008 war das Krankenhaus mit Hilfe deutscher Spendengelder komplett renoviert worden. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt die Einrichtung seit 2005 mit Ärzten und Krankenpflegern. Zum Zeitpunkt des Angriffes war jedoch kein deutsches Personal in Puthukkudiyiruppu. Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka tobt seit 1983. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt seit langem die leidende Zivilbevölkerung. Krankenhäuser wurden renoviert, Hilfsgüter an Flüchtlinge verteilt und Gesundheitsstationen mit medizinischem Material ausgestattet. Außerdem baute das DRK über 1.200 Häuser auf, die durch den Tsumani 2004 zerstört wurden. Das DRK bittet um Spenden für die Fortsetzung der Hilfe auf Sri Lanka. DRK-Spendenkonto: 23.01.2009: Deutschland will 2.500 Irak-Flüchtlinge in diesem Jahr aufnehmenDeutschland will 2.500 Irak-Flüchtlinge in diesem Jahr aufnehmen. Aus diesem Anlass hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag, den 23. Januar in Berlin zu einer Fachtagung eingeladen. Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsorganisationen und Ministerien diskutieren Maßnahmen und Möglichkeiten für Aufnahme und Integration der Irak-Flüchtlinge. „Wenn Menschen in Deutschland Schutz vor Verfolgung finden, brauchen sie auch Perspektiven für ein Leben in Sicherheit und Würde“ sagt die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata von Schenck. Erfahrungen aus den Aufnahmeaktionen wie etwa in den siebziger Jahren bei den „boat people“ aus Vietnam oder in den neunziger Jahren bei den bosnischen Flüchtlingen haben gezeigt, dass eine kurzzeitige Aufnahme wenig hilfreich ist. Flüchtlinge müssen neben der Chance auf ein Leben in Sicherheit auch die Möglichkeit erhalten, ihr Leben längerfristig zu planen. Dazu gehören der Zugang zu Schule, Bildung und Arbeitsmarkt. Noch immer existiert in Deutschland kein standardisiertes Verfahren für die systematische und dauerhafte Aufnahme von Flüchtlingen aus Drittstaaten. „Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden. Deutschland benötigt ein Programm zur Ansiedlung für ein bestimmtes Kontingent von Flüchtlingen. Die geplante Aufnahme der 2.500 Iraker ist ein Anfang, aber mehr auch nicht“, bemerkt DRK-Vizepräsidentin Donata von Schenck. Die aktuelle Aufnahme könnte als Grundlage für ein standardisiertes Programm genutzt werden, um in Notsituationen rasch und adäquat Hilfe leisten zu können. Das DRK unterhält bundesweit cirka 120 Kontakt- und Beratungsstellen, in denen 500 ehren- und hauptamtliche Kräfte Zuwanderer beraten und unterstützen. 27.01.2009: Cholera in Afrika: Rotes Kreuz setzt Einsatz fortGut einen Monat nach Abflug der mobilen Nothilfeeinheiten nach Simbabwe ist das Deutsche Rote Kreuz mit zahlreichen Schwestergesellschaften immer noch im Kampf gegen Cholera im Einsatz. Schwerpunkt sind Wasseraufbereitung und Hygieneaufklärung in Simbabwe und im angrenzenden Mosambik. „Cholera ist eine dieser schleichenden Katastrophen – in der Regenzeit breitet sich die Seuche im südlichen Afrika schnell aus“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Sauberes Wasser und medizinische Versorgung sind der Schlüssel zur Bekämpfung. In Simbabwe sind im Moment nach UN-Angaben über 40.000 Menschen infiziert, in Mosambik über 10.000. Das Rote Kreuz in Mosambik verteilt Hilfsgüter in zehn Provinzen und behandelt Wasser mit Chlor. Außerdem sind Rotkreuz-Teams in den betroffenen Regionen unterwegs, um über die Ansteckungswege aufzuklären, Erkrankte zu finden und zu den Behandlungszentren zu bringen. Über 68.000 Menschen konnten so bisher erreicht werden. Insgesamt sind knapp 500 Freiwillige im Kampf gegen die Cholera im Einsatz. In Simbabwe hat der Großeinsatz von sieben mobilen Nothilfeeinheiten aus Europa und Japan auch die Stärkung der nationalen Gesellschaft zum Ziel. Norweger, Deutsche, Österreicher und das örtliche Rote Kreuz arbeiten gemeinsam die Cholera einzudämmen. Das Team hat inzwischen die Trinkwasseraufbereitungsanlage (WatSan40) aufgebaut und führt Aufklärungskampagnen zur Hygiene durch. Außerdem wurde ein Wassertank an einer Cholera-Stationen errichtet. 15.1.2009 Gaza: Fünf Rettungsfahrzeuge unterstützen Arbeit des Roten HalbmondesIm Rahmen eines umfangreichen Hilfsprogramms für den Gazastreifen stellt das Deutsche Rote Kreuz fünf Rettungsfahrzeuge dem Palästinensischen Roten Halbmond zur Verfügung. Seit fast drei Wochen sind die Rettungskräfte des Roten Halbmonds unter Lebensgefahr im Einsatz, um Kranke und Verwundete in Krankenhäuser zu bringen. Heute wurde das Al-Quds-Krankenhaus des Palästinensischen Roten Halbmonds bei einem Angriff getroffen und teilweise zerstört. Rettungskräfte versuchen die Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen. In diesem Zusammenhang erinnert das Rote Kreuz daran, dass alle Konfliktparteien völkerrechtlich verpflichtet sind, zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser zu schützen. Ebenfalls müssen Rettungskräfte direkten und sicheren Zugang zu den Opfern bekommen. Die Rettungsfahrzeuge sind Teil eines umfangreichen Hilfsprogramms des Deutschen Roten Kreuzes für den Gazastreifen, das vom Auswärtigen Amt mit über 800.000 Euro unterstützt wird. Es werden auch 2.000 Babypakete mit Windeln, Handtüchern, Seife und Unterwäsche sowie 17.500 Hygienepakete für Familien verteilt. Außerdem werden Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit Laborgeräten ausgestattet. Das Rote Kreuz bringt seit Beginn des Konfliktes regelmäßig LKW-Konvois in den Gazastreifen. Im Gazastreifen selbst werden die Hilfsgüter vom Personal des Palästinensischen Roten Halbmondes und vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz verteilt. 13.01.09 DRK-Präsident Seiters: Das Leid in Gaza schnell beenden - Ärzte brauchen ZugangDer Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Dr. Rudolf Seiters ruft die Konfliktparteien im Gaza-Streifen dazu auf, den Rettungskräften endlich freien Zugang zu den Opfern des Krieges zu gewähren. Nach den Bestimmungen des Humanitären Völkerrechts haben alle Konfliktparteien die Pflicht, Verletzte zu bergen, sie zu versorgen und sie zu evakuieren – ohne Verzögerung und Diskriminierung. Seiters stützt damit den Appell der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die die tragischen Folgen für die Zivilbevölkerung durch den Krieg im Nahen Osten beklagt. Viele Verwundete seien auf sich gestellt und hätten keine Möglichkeit erhalten, Krankenhäuser oder medizinisches Personal zu erreichen. Ausdrücklich wird der Mut und der Einsatz des Palästinensischen Roten Halbmonds gewürdigt. Obwohl Rotkreuzkräfte in Gaza angeschossen und verletzt seien, gehe die Arbeit weiter. Unter Führung des Ägyptischen Roten Halbmondes bemühen sich die Rotkreuz-Gesellschaften um einen verbesserten Zugang zum Gazastreifen und wenden sich dabei besonders an die israelische Regierung. Inzwischen konnten 568 Tonnen Hilfsgüter in die Kampfregionen gebracht werden. Doch das reicht nicht aus. Die Hilfslieferung des Deutschen Roten Kreuzes besteht aus 5000 Decken, 1000 Matratzen, 2000 Plastikplanen, 2000 Packungen Baby-Milch, 2000 Erste-Hilfe-Paketen, 3000 Bettbezügen, zwei Notstromaggregaten und einem Geländefahrzeug. Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Spenden für die notleidenden Menschen in Gaza: 09.01.2009 Gaza: 300.000 Euro für KonfliktopferDas Deutsche Rote Kreuz stellt 300.000 Euro für Hilfsgüter für die Zivilbevölkerung in Gaza zur Verfügung. Die Decken, Matratzen, Erste-Hilfe-Pakete, Babynahrung und Stromgeneratoren werden im zerstörten und unterversorgten Gazastreifen dringend gebraucht. Das DRK verstärkt mit dieser Aktion seine Unterstützung der Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und des Palästinensischen Roten Halbmondes in Gaza. Die Hilfsgüter werden im Nahen Osten gekauft und per Lastwagen in den Gazastreifen gebracht. Katrin Wirsching koordiniert die DRK-Arbeit vor Ort. „Für uns ist die wichtigste Priorität ein uneingeschränkter Zugang zu der Zivilbevölkerung in Gaza“, sagt sie aus Ramallah. Die Hilfslieferung vom Deutschen Roten Kreuz besteht aus 5000 Decken, 1000 Matratzen, 2000 Plastikplanen, 2000 Packungen Baby-Milch, 2000 Erste-Hilfe-Paketen, 3000 Bettbezügen, zwei Notstromaggregaten und einem Geländefahrzeug. Katrin Wirsching steht in Ramallah für Interviews zur Verfügung. Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne den Kontakt. Das DRK hat seit Jahren eine enge Partnerschaft mit dem Palästinensischen Roten Halbmond. Auch mit dem Israelischen Roten Davidstern besteht eine aktive Zusammenarbeit. 8.1.09: Minus 20 Grad: Obdachlose brauchen Schutz vor der KälteDas Deutsche Rote Kreuz bietet Wärmestuben, warme Mahlzeiten und warme Kleidung für Wohnungslose an. „Bei den eisigen Temperaturen sind Wohnungslose besonders gefährdet. Die Menschen benötigen dringend warme Unterkünfte“, fordert der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Graf Waldburg. Cirka 18.000 Menschen leben nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe in Deutschland auf der Straße und sind ungeschützt den eisigen Temperaturen ausgesetzt. Viele von ihnen stopfen ihre Kleidung mit Zeitungspapier zum Schutz vor der Kälte aus. Bei Temperaturen bis zu Minus zwanzig Grad, wie sie heute Nacht erwartet werden, hilft das nicht mehr. In Hamburg zum Beispiel stehen seit zehn Jahren die ehrenamtlichen Helfer von der Rotkreuz-Obdachlosenhilfe regelmäßig mit ihrem Bus in der Innenstadt. Sie kümmern sich um Not leidenden Menschen, die auf der Straße leben, verteilen warme Mahlzeiten, heiße Getränke, Kleidung und auch Schlafsäcke. Im bayrischen Kempten leitet Burkhard Fliess seit 14 Jahren eine Rotkreuz-Wärmestube, hinter der sich ein umfangreiches Hilfekonzept verbirgt. Fliess hat früher selber „Platte gemacht“ und weiß, was Obdachlose benötigen. „Wir bieten an 365 Tagen im Jahr Mittagessen für sozial benachteiligte Menschen an, haben eine Notschlafstelle mit zwölf Betten und vier Second Hand Läden, von deren Einnahmen wir einen Teil der Projekte finanzieren. Die Preise für Kleidung und Essen sind abhängig vom Einkommen unserer Kunden. Wer kein Geld hat, zahlt auch nicht“, erzählt Fliess von seinem Erfolgskonzept. Die Rotkreuz-Kleiderkammern benötigen wetterfeste und gut erhaltene Winterkleidung, die an die Obdachlosen verteilt wird. Aber auch warme Kindersachen werden benötigt. „Viele Kinder aus sozial schwachen Familien können bei diesem Wetter nicht draußen spielen, weil sie keine warme Kleidung und feste Schuhe haben“, erklärt Graf Waldburg. Kleiderspenden sollten direkt bei den DRK-Kleiderkammern abgegeben werden, die Adressen teilen die jeweiligen Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes mit. (Adressen der Kreisverbände unter www.drk.de). 5.01.2009: Gaza: Rotes Kreuz fordert Schutz der ZivilistenDie Zahl der Toten und Verletzten in Gaza und auch in Israel nimmt zu, viele von ihnen sind Frauen und Kinder. Ebenso wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) appelliert DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters an die Konfliktparteien das Humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Israel hat die Bodenoffensive gestartet, und die Hamas verstärkt ihre Raketenangriffe auf den Süden Israels. Der Konflikt in Gaza fordert immer mehr auch zivile Opfer, die UNO spricht mittlerweile von über 500 Toten. "Wir appellieren an beide Konfliktparteien, das Internationale Humanitäre Völkerrecht zu beachten und die Zivilbevölkerung zu schonen. Beide Parteien müssen zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Moscheen und Schulen schützen. Nach den Bestimmungen der Genfer Konventionen haben sich die Staaten verpflichtet, zivile Einrichtungen weder anzugreifen noch sie für militärische Operationen zu nutzen", erklärt der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters. Jede Konfliktpartei sollte ohne Verzögerung alles tun, um Kranke und Verwundete zu evakuieren. Medizinisches Personal, Krankenhäuser und Krankenwagen müssen geschützt werden. Angriffe auf medizinisches Personal sind laut Humanitärem Völkerrecht ebenso untersagt wie Angriffe auf Einrichtungen, die ausschließlich für medizinische Aufgaben genutzt werden. Täglich kommen neue Verwundete in die Krankenhäuser in Gaza. Es fehlt besonders an schmerzstillenden Medikamenten und Betäubungsmitteln, aber auch an Leichensäcken und Tüchern, um die Toten zu bedecken. Die Krankenhäuser arbeiten mit Generatoren, die Stromversorgung ist längst zusammen gebrochen. Lange reichen die Benzinvorräte für den Betrieb der Generatoren und für die Ambulanzfahrzeuge nicht mehr aus. Ein medizinisches Notfallteam vom Internationalen Roten Kreuz hat drei Tage an der Grenze zwischen Israel und Gaza auf die Genehmigung zur Einreise gewartet. Für heute, Montag den 5. Januar 2009, haben sie die Erlaubnis bekommen. Das Team wird im Shifa Hospital in Gaza-Stadt bei der Behandlung von besonders schwer Verwundeten helfen. |
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